Kirchgemeinde Bannewitz

Wort zum Monat

Bedroht und doch geborgen – „Worauf bauen wir?“

Das Titelbild (unseres aktuellen Gemeindebriefes) trägt den Namen „Pan II“ und stammt von der Künstlerin Juliette Pita aus dem diesjährigen Weltgebetstagsland Vanuatu, einem aus 83 Inseln bestehenden Archipel im Südpazifik. Pan hieß der Zyklon, der im Jahr 2015 als die schwerste Naturkatastrophe des Landes gilt. Menschen verloren ihre Häuser, alles war zerstört. Die wenigsten von uns haben so etwas schon einmal erleben müssen. Doch auch in unserem Leben gibt es Stürme und unruhige Zeiten. Was ist, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es war? Wenn die Lebensgrundlage fehlt? Der Zyklon Pan hat auch Menschenleben gefordert – im Bild kommen sie vor, haben ihren Platz. Auch wir erleben, dass Menschen zu früh sterben. Wie gehen wir damit um? Welchen Platz haben sie bei uns? Die Frau beugt sich über ihr Kind – sie schützt und umsorgt es. Wo erlebe ich eine solche Nähe? Wo fühle ich mich geborgen in der Gemeinschaft mit anderen Menschen? Wo schütze und beschütze ich andere Menschen? Über Mutter und Kind neigt sich eine Palme. Sie biegt sich im Wind, ohne zu brechen, die starken Wurzeln geben ihr Halt. Die Kokosnüsse dienen als Nahrung und aus ihnen wachsen neue Palmen, neues Leben. Wo finde ich Schutz und Halt? Was nährt mich? Was sind meine Wurzeln? Der traditionelle Rock und die Wurzeln fließen ineinander, sind eng miteinander verwoben. Welche Traditionen prägen mich und mein Leben? In welchen Beziehungen und Zusammenhängen bin ich verwoben? Der farbenfrohe und dynamische Hintergrund vermittelt Hoffnung – Leben geht weiter! Was sind meine Perspektiven? Was sind die Hintergrundfarben meines Lebens?

„Mit Gott bestehen wir“ – so steht es auf dem Landeswappen von Vanuatu. Die Frauen fragen nach dem, was ihnen durch den Klimawandel und Unsicherheiten wichtig ist: „Worauf bauen wir?“ und legen uns diese Sorge ans Herz. Sie bitten um unsere Gebete und um die Dankbarkeit über die Schöpfung. Mit ihnen beten wir am 5. März, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder noch eine bewohnbare Erde vorfinden.

Herzlich grüßt Sie Stephanie Wallis